Das Oppenheimer Kellerlabyrinth

 


Unter der historischen Altstadt von Oppenheim befindet sich ein Kulturdenkmal, das deutschlandweit seinesgleichen sucht. Ein chaotisches System von Gängen, Treppen und Kellern, die bisher nur zu einem kleinen Teil erforscht sind und eine Ausdehnung von geschätzten 40 Kilometern haben, durchzieht den Untergrund der Stadt auf bis zu 5 Ebenen.

Wann genau diese Anlage entstanden ist, lässt sich nicht genau feststellen. Experten gehen allerdings davon aus, dass das Labyrinth seit dem
13. Jahrhundert besteht.

Lange Zeit blieben die Keller unbeachtet und die Gänge unentdeckt, bis in den 1980er Jahren plötzlich ein Polizeiauto in der Erde verschwand. Da Gefahr für die Standfestigkeit der Häuser und die Tragfähigkeit der Straße bestand begann man, nach der Ursache des Straßeneinbruchs zu suchen und entdeckte so das Labyrinth.

In den Folgejahren wurden die entdeckten Gänge und Keller unter Leitung von Bergbau-Ingenieuren sehr aufwendig und teuer saniert und gesichert, es wurden weitere Gänge entdeckt und geöffnet und dadurch entstand ein Rundgang, der der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte und von jedem begangen werden kann. Wegen des großen Besucherandrangs wurde 2012 ein zweites Kellerlabyrinth eröffnet. Dieses Labyrinth ist etwas kleiner als das erste und um einiges steiler, schmaler und verwinkelter und nicht für jeden betretbar. Menschen mit Klaustrophobie oder Gehbehinderungen wird von einem Besuch abgeraten. Kindern unter 5 Jahren ist der Zutritt untersagt.

Die oben gezeigten Bilder wurden in dem 2. Kellerlabyrinth aufgenommen.


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