Gedanken eines Feuerwehrmannes



Es brennt..... wen rufen wir? die Feuerwehr
Ein Verkehrsunfall hat sich ereignet....wer leistet technische Hilfe?
die Feuerwehr
Ein Baum droht auf ein Haus zu stürzen....wer wendet die Gefahr ab?
die Feuerwehr
Ein Unwetter setzt Straßen und Häuser unter Wasser....wer ist sofort da?
die Feuerwehr
Ein Öltank leckt oder es riecht nach Gas.....was fällt uns sofort ein?
die Feuerwehr
Ein Auto verliert Öl...wer rückt aus und beseitigt die Gefahrenquelle?
die Feuerwehr
Immer und überall, wo schnelle Hilfe benötigt wird...
die Feuerwehr hilft, rettet, löscht, schützt


Doch: ist uns eigentlich bewußt, dass die Männer und Frauen diesen Dienst an der Allgemeinheit freiwillig und ehrenamtlich, bisweilen unter Einsatz ihres Lebens und ohne Rücksicht auf persönliche Belange tun, dass sie ihre Freizeit für Schulungen und Übungen opfern, um bei einem Rettungseinsatz bestens vorbereitet zu sein? NEIN !!! Höchstens, wenn bei uns selbst etwas passiert, erinnern wir uns daran, auf wen Tag und Nacht Verlaß ist....... auf die Feuerwehr

Dann nehmen wir diese Hilfe gerne an.

Ich widme diese Seite daher allen Feuerwehrleuten und sage im Namen der Allgemeinheit einmal:

D A N K E


Einige Einsatzbilder am Ende der Seite.



Wie es manches Mal in einem Feuerwehrmann aussieht, sagt nachfolgender Text:



Gedanken eines Feuerwehrmannes

Ich wünsche, du könntest.....

Ich wünsche, du könntest den Kummer des Geschäftsmannes sehen, als sein Lebenswerk in Flammen aufging oder die Familie, die nach Hause kam, nur um ihr Haus und ihre Habseligkeiten beschädigt oder gar zerstört vorzufinden.

Ich wünsche, du könntest fühlen wie es ist, ein brennendes Schlafzimmer nach eingeschlossenen Kindern abzusuchen, die Flammen schlagen dir über den Kopf hinweg, während des Kriechens schmerzen deine Handflächen und Knie, der Fußboden gibt unter deinem Gewicht nach, wenn die Küche unter dir zu brennen anfängt.

Ich wünsche, du könntest die Furcht in den Augen der Ehefrau morgens um drei Uhr sehen, wenn ich ihrem 40 Jahre alten Ehemann den Puls fühle und keinen finde. Ich beginne irgendwie mit der Wiederbelebung, hoffe wider besseres Wissen ihn zurückzuholen; aber ich weiss, dass es schon zu spät ist. Aber seiner Frau und der Familie muss ich das Gefühl geben, alles Mögliche getan zu haben.

Ich wünsche, du könntest den unvergleichlichen Geruch von brennenden Isolierungen, den Geschmack von Ruß auf deinen Schleimhäuten, das Gefühl der intensiven Hitze, die durch deine Ausrüstung dringt, das Geräusch der lodernden Flammen und die Beklemmung, absolut nichts durch diesen dichten Rauch zu sehen, nachempfinden. "Sensationen, an die ich mich zu sehr gewöhnt habe, mit denen ich zu sehr vertraut bin"

Ich wünsche, du könntest meine Gedanken lesen, wenn ich zu einem entstehenden Feuer gerufen werde, "Ist es ein falscher Alarm, oder ein fortgeschrittenes, atmendes Feuer? Wie ist das Gebäude konstruiert? Welche Gefahren erwarten mich? Sind Menschen eingeschlossen?"

Ich wünsche, du könntest in der Notaufnahme dabei sein, wenn ein Arzt das hübsche, fünf Jahre alte Mädchen für tot erklärt, nachdem ich zuvor 25 Minuten lang versucht habe, es am Leben zu erhalten; es wird nie zu seiner ersten Verabredung gehen oder jemals wieder die Worte "Ich liebe dich, Mama" sagen können.

Ich wünsche, du könntest die Frustration im Führerhaus des Löschfahrzeuges fühlen, der Maschinist drückt seinen Fuß fest auf die Bremse, sein Daumen drückt wieder und wieder den Schalter des Presslufthorns, wenn du versuchst, dir Vorfahrt an einer Kreuzung zu verschaffen oder im dichten Verkehrsstau. Wenn du uns brauchst, wann auch immer es ist, deine ersten Worte werden sein:
"Es hat fast eine Ewigkeit gedauert bis ihr hier wart!"

Ich wünsche, du könntest wissen, wie es sich anfühlt nach Hause zu kommen, seine Familie zu begrüßen, aber nicht das Herz zu haben ihnen zu erzählen, dass man beinahe von seinem letzten Einsatz nicht zurückgekommen wäre.

Ich wünsche, du könntest dir die physische, emotionale und menthale Belastung von stehengelassenem Essen, verlorenem Schlaf und verpasster Freizeit vorstellen, zusammen mit all den Tragödien, die meine Augen gesehen haben.

Ich wünsche, du könntest die Kameradschaft und die Befriedigung, Leben gerettet zu haben, erfahren, da zu sein zur richtigen Zeit am richtigen Ort, in der Gefahr oder aus der Hektik und dem Chaos heraus Ordnung zu schaffen.

Ich wünsche, du könntest verstehen, wie es ist, einen kleinen Jungen auf deinem Arm zu tragen der fragt: "Ist meine Mami o.k.?" und es ist dir möglich, ihm in die Augen zu schauen, ohne dass dir die Tränen in die Augen steigen. Oder wie es ist, einen alten Freund zurückzuhalten, der mit ansehen muss, wie sein bester Kumpel in den Rettungswagen getragen wird und du weißt genau, dass er nicht angeschnallt war.

Ich wünsche, du musst nie den Schock und das Entsetzen, den Schmerz und die Trauer erleben, wenn du einen Kameraden, der auf dem Weg zu einem Einsatz tödlich verunglückte, bergen oder bei einem Einsatz erleben musst, wie dein Kamerad von einem herabstürzenden Balken erschlagen wird oder durch eine unerwartete Explosion sein Leben verliert. Solche Erlebnisse sind eine große psychische Belastung und müssen mit professioneller Hilfe bewältigt werden.

Solange du dieses Leben nicht durchgemacht hast, wirst du niemals wirklich verstehen oder einschätzen können, wer ich bin, was wir sind oder was unsere Arbeit wirklich bedeutet.



zum Vergrößern die Bilder anklicken
zu schnell durch eine Kurve Dachstuhlbrand nach Blitzeinschlag altes Ehepaar wollte an einem Bahnübergang auf den Schienen nach Hause fahren. Sie wurden in letzter Sekunde von jungen Feuerwehrleuten gerettet.
mit Alkohol am Steuer Dachstuhlbrand nach Blitzeinschlag Hausbrand nach Kurzschluss
  nach einem Sturm droht der Baum, auf eines der Häuser zu stürzen und muss noch in der Nacht gefällt werden  
©: Bernward Bertram

zurück

Design by on-mouseover.de

Gestaltung