Pfingsten

Pfingsten gilt als höchstes christliches Fest und als Wiege aller christlichen Kirchen.

Laut Bibelüberlieferung kam der Heilige Geist am 50. Tag nach der Auferstehung Jesu in Gestalt von Feuerzungen und gewaltigem Brausen auf die in Jerusalem versammelten Apostel, Jünger und Maria herab. Dadurch verloren sie ihre Angst vor Verfolgung und sprachen plötzlich in fremden Sprachen. Danach begannen sie damit, von Jesus und seinen Taten zu predigen und den neuen christlichen Glauben zu verkünden.

Pfingsten ist das Fest des "Heiligen Geistes". Der Name kommt von dem griechischen Wort "pentakoste" und bedeutet Fünfzig. 50 Tage nach Jesu Auferstehung und 10 Tage nach Christi Himmelfahrt endet an Pfingsten die Osterzeit.

Das erste Pfingsfest wurde ursprünglich als Erntefest begangen und daher leiten sich auch viele Pfingstbräuche von diesem Ursprung ab. Früher wurde Pfingsten 8 Tage lang gefeiert und im Laufe der Zeit erst auf 3 bzw. 4 Tage und heute auf 2 Tage reduziert.


Pfingstbräuche

Pfingstfeuer
Die Pfingsfeuer symbolisieren die Feuerzungen, durch die der Heilige Geist für die Jünger und Maria sichtbar wurde.

Wettersegen
Mit dem sogenannten "Großen Wettersegen" (einem Gebet) bitten der Priester und die Gläubigen um eine gute Ernte. Hier zeigt sich noch deutlich die Herkunft des Pfingsfestes aus der Tradition der Erntefeste.

Pfingstbaum
Analog bzw. identisch mit dem "Maibaum". Damit wurde ein Wettbewerb (Wettklettern) ausgerichtet, um den "Pfingstbräutigam" oder "Pfingstkönig" zu ermitteln. Dieser durfte sich eine "Pfingstbraut" bzw. "Pfingstkönigin" erwählen, mit der er dann "Pfingsthochzeit" feierte.

Pfingstspiele
Zwischen Spätmittelalter und dem 19. Jahrhundert gab es regional den Brauch der Pfingstspiele, bei denen die Pfingstereignisse bis zum Jüngsten Gericht dargestellt wurden.

Pfingstprozessionen, Flurumritte, Grenzabschreitungen
An Pfingsten gab es außerdem Prozessionen (vgl. Brauchtum an Christi Himmelfahrt), welche die neue Saat segnen und eine reiche Ernte bescheren sollten. Nur die Winzer veranstalteten diese Prozessionen bzw. Umritte ursprünglich am 25. Mai. Dies ist der Gedenktag des Papstes und Märtyrers Urban I. (222 - 230), dem Weinpatron. Inzwischen sind aber auch diese Prozessionen auf Pfingsten "verlegt" worden, da die Kirche die Prozessionen und Umritte an einem Datum konzentrieren wollte. Außerdem gab es den Brauch der Flurumritte und Grenzabschreitungen.


Pfingstinseln
Ihren Namen erhielten die Inseln, weil Captain James Cook sie an Pfingsten 1770 entdeckte. Die Inselgruppe gehört zu Australien und gehört zum Great Barriere Reef, ohne jedoch ein Teil dessen zu sein. Ursprünglich war die Inselgruppe, die aus 74 Inseln besteht, wovon 17 bewohnt sind, Teil des australischen Festlandes. In der letzten Eiszeit ging dieser Landesteil durch den steigenden Meeresspiegel unter, so dass nur noch die Bergspitzen herausschauten. Die Pfingstinseln sind also nichts anderes als die Spitzen eines untergegangenen Gebirges. Die Inselgruppe ist ein beliebtes Bade- und Segelrevier mit malerischen Buchten und glasklarem Wasser. Einige der Inseln sind im Besitz von Hotelketten.

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