Die 12 Rauhnächte

Die 12 Rauhnächte haben ihren Ursprung in der Zeitrechnung der Germanen.

Die Dauer des Jahres berechneten die Germanen nach den 12 Vollmonden. Weil die Zeit zwischen den Vollmonden jedoch nur 29,5 Tage umfasst, betrug die Anzahl der Tage eines Jahres nach germanischer Zeitrechnung nur 354 Tage. Da sich nach diesem Kalender Winteranfang und Sommeranfang ständig verschoben, mussten elf Tage und zwölf Nächte eingeschoben werden. Diese waren die zwölf Rauhnächte zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar. Nach germanisch-heidnischer Auffassung war die Sonne ein Rad und stand in dieser Zeit still.

Wenn die Tage immer kürzer und die Nächte immer länger wurden, glaubten die Germanen, Geister, Tote, Dämonen, Kobolde und Hexen trieben ihr gefährliches Unwesen und bringen Unheil. Wenn Gott Wotan dann auch noch mit seinem Totenheer und Sturmesheulen durch die Nacht brauste, dann war es genau die Mitte der Rauhnächte - unser heutiger Jahreswechsel. "Rau" bedeutete haarig, da die finstere Gestalt Wotan und seine Gesellen zottelige Felle trugen.

Die Germanen fürchteten sich vor der immer länger werdenden Dunkelheit und versuchten bei ihrem "Julfest" (Jul aus dem germanischen Wort "guli" = Rad), die bösen Geister und Dämonen mit viel Lärm zu vertreiben, um damit den Stillstand des Sonnenrades zu verhindern. Anfangs droschen sie mit ihren Knüppeln so lange auf Bäume ein, bis sie vor Erschöpfung umfielen. Später kamen Peitschenknallen und eine Art Feuerwerk hinzu.

Weil bei diesem Lärm und Getöse sowieso kein Germane ein Auge zumachen konnte, wurde mit der Sippe üppig gespeist und viel getrunken.

Seitdem hat sich nicht viel geändert. In der heutigen Zeit feiern wir mit einem leckeren Essen und Sekt den Jahreswechsel, mit Böllern vertreiben wir das alte Jahr (Geister) und mit Feuerwerk begrüßen wir das neue Jahr (Feuer = Sonne).

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