Silvester / Neujahr

Silvester ist abgeleitet von dem lateinischen Wort "silva", was Wald bedeutet. Silvester kann man als "Waldbewohner", "Waldmensch" oder "der zum Wald gehörende" übersetzen.

Der letzte Tag des Jahres, der 31. Dezember, ist nach dem Heiligen des Tages, Papst Silvester I., benannt. Seit 354 n.Chr. wird dieses Heiligen gedacht. Der heilige Silvester war ein stiller, unauffälliger Mann. Er wurde am 31. Januar 314 zum Papst gekrönt und starb am 31. Dezember 335. Der Sage nach heilte Silvester den römischen Kaiser Konstantin durch Handauflegen vom Aussatz. Von nun an glaubte Konstantin, der bis dahin die römischen Götter verehrte, dass es wohl doch einen Gott gibt. Er nahm den christlichen Glauben an und verbot die Christenverfolgung, die unter seiner Herrschaft noch wütete. Das Christentum wurde Staatsreligion und Papst Silvester I. wurde von Kaiser Konstantin als kirchliches Oberhaupt anerkannt.
Eine Geste, auch dem Volk die Bedeutung Silvesters zu vermitteln war, dass Konstantin eines Tages dem heimkehrenden Silvester bis zum Stadtrand entgegenritt. Er stieg vom Pferd und bat Silvester, aufzusitzen. Konstantin nahm die Zügel des Pferdes und geleitete Silvester zu Fuß in die Stadt hinein.

Die Anerkennung als kirchliches Oberhaupt gab dem stillen Papst soviel Macht, dass er die beiden bis auf den heutigen Tag bedeutendsten Kirchen in Rom erbauen lassen konnte: den Peterdom über dem Grab des Apostels Paulus und die Laterankirche.

Der Versuch der katholischen Kirche, Silvester und Neujahr zu einem kirchlichen Fest zu machen, um den heidnischen Bräuchen ein Ende zu bereiten, schlug fehl. Heute beläßt es die Kirche dabei, in der Silvesternacht die Glocken zu läuten.

Wie so oft, trifft sich auch in der Nacht vom alten zum neuen Jahr heidnisches Brauchtum mit christlichem, denn Silvester liegt in der Mitte der 12 Rauhnächte.


Rauhnächte Silvesterbrauch
 
 
Glückssymbole Neujahr


Design by on-mouseover.de

Gestaltung 

counter