Brauchtum

In England schicken sich Paare am Valentinstag kleine Geschenke oder Gedichte. Diesen Brauch kann man bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Es wird vermutet, dass der Brauch, sich am Valentinstag Blumen zu schicken, auf die Gattin des Dichters Samuel Pepys zurückgeht. Sie schickte 1667 dem Absender eines Liebesbriefes Blumen. Von diesem Zeitpunkt an ahmte die noble britische Gesellschaft das Blumenschenken nach. Nachdem englische Auswanderer den Valentinsbrauch in den USA verbreitet hatten, brachten die US-Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg den Brauch nach Deutschland. Der erste Valentinsball wurde 1950 in Nürnberg veranstaltet, bei dem der Valentinstag offiziell eingeführt wurde. Die danach einsetzende Werbung der Floristen und Süßwarenindustrie trug stark dazu bei, dass der Valentinstag in Deutschland angenommen und bekannt wurde.

Im Laufe der Jahre sprangen auch andere Industriezweige auf den "Valentins-Zug" auf und produzierten spezielle Artikel zu diesem Anlaß. So gibt es z.b. Valentinskonfekt, Valentinskarten, Parfum usw., aber der wichtigste Geschenkartikel am Valentinstag sind nach wie vor die Blumen, die hauptsächlich von Männern für ihre Liebsten gekauft werden. Kein Wunder also, dass die Preise für rote Rosen sprunghaft in die Höhe schnellen.

In Japan werden am 14. Februar die Männer von den Frauen mit Schokolade beschenkt, während am 14. März dann die Männer die Frauen mit weißer Schokolade beschenken. Die weiße Schokolade deshalb, weil der 14. März in Japan White Day heißt.
Außer dem englischen und kontinentaleuropäischen Valentinsbrauch hat sich in Finnland eine weitere Tradition entwickelt. Dort heißt dieser Tag "Freundschaftstag" und ist weit weniger gefühlsbetont als bei uns. Die Finnen übermitteln -meist anonym- den Menschen, die sie sympathisch finden, kleine Geschenke und Kärtchen.

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