Wenn sich Kontinentalplatten verschieben - die Folgen

Als "minoische Katastrophe" wird das Beben im 17. Jahrhundert v. Chr. bezeichnet. Ein Vulkanausbruch auf Santorin löscht die minoische Kultur nahezu vollständig aus.

Im Jahre 79 n. Chr. bricht der Vesuv aus. Pompeji und Herculaneum werden zerstört. Die Städte werden verschüttet - ihre Bewohner sind chancenlos.

Das Erdbeben, das am 1. November 1755 die portugiesische Hauptstadt Lissabon erschüttert, gehört zu den stärksten Beben der Geschichte. Die Auswirkungen sind in weiten Teilen Europas zu spüren. 60.000 Menschen sterben in Lissabon, darunter viele durch zehn bis zwölf Meter hohe Flutwellen.

Nicht nur in südlichen Gefilden lauern aktive Vulkane, auch im hohen Norden gibt es eine vulkanisch überaus aktive Region: die Insel Island. Bei der Eruption der Laki-Spalte 1783 treten giftige Gase aus, in deren Folge etwa 9.000 Menschen sterben - fast ein Viertel der gesamten isländischen Bevölkerung jener Zeit.

Bereits im 19. Jahrhundert wird Indonesien Schauplatz einer Naturkatastrophe: Im Jahr 1815 bricht der Tambora aus und beschert der Region ein "Jahr ohne Sonne". Das ökologische Gleichgewicht kommt ins Wanken.

Im Jahre 1883 bricht in Indonesien der Krakatau aus. Die Eruption ist bis nach Australien zu hören.

San Francisco 1906: Das Epizentrum des Bebens liegt im Bereich der San Andreas Verwerfung, die Auswirkungen sind im Umkreis von etwa 180.000 Quadratkilometern spürbar. 700 Menschen sterben und durch die entstehenden Großfeuer wird ein großer Teil San Franciscos zerstört.

1908 wird erneut Italien Opfer eines heftigen Seebebens. Ein Tsunami überrollt Messina; bis zu 100.000 Menschen kommen ums Leben.

Am 16. Dezember 1920 fordert ein Erdbeben der Stärke 8,6 in Gansu/China 200.000 Todesopfer. Noch 3 Jahre lang sind Nachbeben zu verzeichnen.

1923 richtet das sogenannte Kwanto-Beben verheerende Schäden in Tokio und Yokohama an. Großfeuer, meterbreite Bodenspalten, Erdrutsche und Schlammströme zerstören weite Teile der beiden Großstädte.
Fast 100.000 Tote und mehr als eine Million Obdachlose sind die Folge. Das Epizentrum des Bebens liegt nur 91 Kilometer von Tokio entfernt.

22. Mai 1927. Ein Erdbeben mit der Stärke 8,3 nimmt 200.000 Menschen in Xining/China das Leben. Das Beben verursachte große Landverschiebungen.

1960 sterben mehr als 2.000 Menschen und mindestens zwei Millionen werden obdachlos als ein Beben der Moment-Magnitude 9,5 die südchilenische Küste trifft. Ein durch das Beben ausgelöster Tsunami verursacht Millionenschäden in Hawai und Japan ... und tötet 32 Menschen auf den Philippinen.

1976 wird die chinesische Stadt Tangshan von einem Erdbeben zerstört. Das Beben geht als "Fiasko für Seismologen" in die Geschichte der Geo-Forschung ein. Tangshan wird ganz ohne Vorwarnung fast völlig zerstört. 250.000 bis 650.000 Menschen sterben, mache Quellen sprechen sogar von bis zu eine Million Tote. Mit dieser hohen Opferzahl ist dieses Beben das verheerendste des 20. Jahrhunderts.

Ein Beben der Stärke 8,1 auf der Richterskala vor der Westküste Mexikos zerstört 1985 einen Großteil der rund 350 Kilometer entfernten Stadt Mexico City. Die Bebenwellen werden durch den weichen Untergrund eines ehemaligen Sees, auf dem Teile der Stadt liegen, verstärkt. In Mexico City sterben rund 20.000 Menschen.

Der Ausbruch des Pinatubo 1991 auf den Philippinen hätte zu einer weit größeren Katastrophe werden können, wenn Wissenschaftler nicht frühzeitig und relativ genau vor den Gefahren gewarnt hätten.
So können mindestens 20.000 Menschen gerettet werden, dennoch sterben 350. Bei dem gewaltigen Vulkanausbruch stößt der Pinatubo eine 18 Kilometer dicke und 30 Kilometer hohe Aschewolke aus.

1981 ereignet sich im Norden Australiens vor Papua Neuguinea ein Seebeben der Stärke 7,1. Rund zehn Meter hohe Wellen überrollen das Land. Mindestens 2.400 Menschen sterben.

Bei einem verheerenden Beben im Nordwesten der Türkei sterben im August 1999 mehr als 17.000 Menschen. Das Beben der Stärke 7,4 ereignet sich nachts. Viele Menschen können sich nicht mehr aus ihren Häusern retten. Besonders von Schäden betroffen sind Adapazari, Gölcük, Izmit und Yalova.

Weihnachten 2003 sucht ein verheerendes Erdbeben den Iran heim. Die 2500 Jahre alte Stadt Bam wird zerstört. Mindestens 30.000 Menschen sterben im Beben von Bam. Die historische Festung Arg-e-Bam wird dem Erdboden gleichgemacht.

Auf den Tag genau ein Jahr später, zu Weihnachten 2004, bebt der Meeresboden vor Sumatra. Riesige Flutwellen überrollen weite Teile Südasiens.
Die Zahl der Todesopfer steigt dramatisch. Nach offiziellen Angaben kommen allein auf der besonders schwer getroffenen Insel Sumatra mehr als 94.000 Menschen ums Leben. Damit steigt die Gesamtzahl der Toten auf über 165.000. Rettungskräfte aus Sri Lanka, Thailand, Südindien, Bangladesch, die Malediven und Malaysia berichten Grauenvolles. Die "Katastrophe von Südasien" löst die größte Hilfsaktion aller Zeiten aus.

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